13 bis 17. Mai 2026
Seelsorgeraumleiter Pfarrer Giovanni Risaliti hat sich als Reiseleiter bewährt: Persönliche Kontakte wurden geknüpft und neue Glaubenserfahrungen gemacht – so lautet das Fazit unserer gemeinsamen Reise.
Am Mittwoch, dem 13. Mai 2026, starteten 50 Menschen aus dem Seelsorgeraum Graz Nordwest in die Heimat unseres Seelsorgeraumleiters. Kultur, Kulinarik und Wallfahrt standen in dichter Folge auf dem Programm. Ziel war es, Besonderheiten abseits der gewohnten touristischen Wege kennenzulernen.
Bereits bei der Anreise machte eine Blitzvisite in Bologna Lust auf mehr. Besonders der Besuch des Meisterwerks „Klage über den toten Christus“ von Niccolò dell’Arca ging unter die Haut: Die eindringliche Darstellung der Trauer um Christus bewegte viele sichtlich.
Am nächsten Tag führte uns Daniele, unser einheimischer Begleiter, durch Pistoia und lenkte den Blick auf kunst- und religionsgeschichtliche Details. Bei einer kurzen Andacht im Dom wurden Brücken zu unserem Seelsorgeraum geschlagen, ist dieser doch – wie Thal – dem heiligen Jakobus geweiht. Am Nachmittag feierten wir in Prato mit Erlaubnis des Ortsbischofs das Hochfest Christi Himmelfahrt, das dort traditionell erst am folgenden Sonntag begangen wird.
Der für Freitag geplante Bootsausflug nach Cinque Terre konnte wegen meterhoher Scirocco-Wellen nur verkürzt bis ins schöne Porto Venere stattfinden. Spontan wich die Gruppe nach Pisa aus, wo das historische Bauensemble rund um den Schiefen Turm auf der weiten grünen Wiese tief beeindruckte.
Ein spiritueller Höhepunkt war am Samstag der Besuch des Franziskanerklosters La Verna, wo der heilige Franziskus seine Stigmata empfing. Sr. Angela führte uns durch das Kloster; ihre Gedanken zu Zweifel und Gotteserfahrung sowie ihr strahlendes Glaubenszeugnis berührten viele.
Auf der Heimreise feierten wir im Benediktinerkloster Santa Giustina in Padua nochmals Christi Himmelfahrt – diesmal im italienischen Original. Im Rahmen der Messe firmte Bischof Cipolla zehnjährige Kinder, die anschließend auch ihre Erstkommunion feierten – in Alben und mit rotem Überwurf im Presbyterium. Unser mitreisender Diakon Martin Formanek wurde dabei zu seiner und unserer Freude aktiv eingebunden.
Wer mehr wissen will, fragt am besten eine Mitreisende oder einen Mitreisenden!
Alois Kocher